Glossar
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A --- |
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| Anime |
In Japan
ist Anime
einfach nur
die Abkürzung des
englischen Wortes Animation.
Es
steht dort für alle Arten von Zeichentrickfilmen
-
egal, ob im Land selbst produziert oder aus dem Ausland (dem Westen)
stammend.
Außerhalb Japans,
speziell in den westlichen Ländern, hat
sich der Begriff Anime
eingebürgert als Bezeichnung
für
eine bestimmte Art von Zeichentrickfilmen,
die fast ausschließlich in Japan
produziert wird.
Anime
sind in Japan
Produkte
für den
Massenmarkt. Sie sind im Allgemeinen visuelles Fast Food. Sie werden
schneller produziert, gesendet, verkauft - und vergessen, als sie ihren
Weg in den Westen finden. Was bei uns schließlich angeboten
wird,
ist vorgefiltert und gehört tatsächlich meist zu den
qualitativ hochwertigeren Anime. Von den Schmuddelfilmen (Hentai),
die
es natürlich
auch gibt, einmal abgesehen.
Die Bedeutung der Anime in Japan
kann man
vielleicht
daran erkennen, dass in Japan
die beiden erfolgreichsten Kinofilme
überhaupt Anime sind: Mononoke
Hime
(Prinzessin
Mononoke, 1997) und Sen
to Chihiro no Kamikakushi
(Chihiros
Reise ins
Zauberland, 2001).
Wer Anime genießen will, muss seine
westlich-europäisch-deutschen Sehgewohnheiten und -erwartungen
ändern. Da ist zum einen der Zeichenstil (wie zum Beispiel die
berühmt-berüchtigten Kulleraugen
der Figuren). Zum anderen enthalten Anime, als ein fast
ausschließlich nur für den japanischen Markt
bestimmtes
Produkt, viele Elemente und Symbole aus der japanischen
Kultur, die
sich
dem westlichen Seher nicht sofort oder gar nicht erschließen
(Nasenbluten,
Anredeformen,
u.a.). Das heißt, Anime-Sehen muss man lernen. Wer die
Mühe
nicht scheut, dem eröffnet sich ein neuer, oft faszinerender
Bereich von unterhaltsamen Geschichten.
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B --- |
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| BGM |
Abkürzung
für englisch Background Music.
Deutsch: Hintergrundmusik.
Siehe auch Soundtrack. |
| Blutgruppe |
Wissenschaftlich
nicht belegt, aber wie
die Haarfarben
für die
bedeutungs-verliebten Japaner genau das Richtige.
Blutgruppe
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Charaktereigenschaften
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| 0 |
emotional,
unsicher,
arbeitswütig.
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| A |
introvertiert,
nervös,
ehrlich,
loyal
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| B |
extrovertiert,
optimistisch,
abenteuerlustig
|
| AB |
vielschichtig,
stolz,
diplomatisch,
kritisch
|
Siehe auch Ketsuekigata. |
| Budget |
Das
Budget für eine Anime-Serie ist
von vornherein festgelegt. Verplempert das Studio für die
ersten Episoden
zuviel Geld, leiden die
letzten Episoden
darunter: Das Chara-Design
lässt nach, Standbilder werden
häufiger und die zweite, billigere Garde der Zeichner wird
beschäftigt. Wegen der Kosten lassen die Japaner die Anime
oder
Teile davon in Korea zeichnen. Siehe auch Produktionskosten. |
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C --- |
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| Catgirl |
Englisch
für Katzenmädchen.
Es genügt, so scheint es, einer Frau Katzenohren
aufzusetzen und ihr einen
Schwanz anzukleben, und schon steigt ihr Kawaii-Faktor
und ihr Sexappeal um einen nicht unerheblichen Wert. Catgirls
sind in Anime deshalb nicht gerade selten. - Nyaaaa.
Siehe dazu auch meine Catgirl-Galerie.
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| -chan |
Japanischer
Namenssuffix mit
freundschaftlicher Bedeutung bis hin zu Schatz,
Liebling. Wird
gegenüber kleinen Kindern und jungen
Mädchen benutzt, auch von Liebespaaren unter sich. |
| Chara |
Jap.
Abkürzung
für
englisch Character.
Deutsche Bedeutung: Eine Figur in einem
Anime.
Manche
Charas
werden von manchen Otakus
wie lebende
Menschen, wie Idole
behandelt - und
dementsprechend
wollen diese Otakus alles
(wenn
möglich bis hin zur Körbchengröße)
über ihre
Charas wissen. Die Produzenten erleichtern die Datensuche teilweise,
indem sie offiziell bekanntgeben, wie groß, wie alt der Chara
sein
soll, welche Schuhgröße, welche Blutgruppe
er hat, usw. Hin und wieder finden sich die Informationen im Anime
selbst direkt ablesbar - wie zum Beispiel bei Misatos ID-Karte aus Neon
Genesis Evangelion
(wobei meines Wissens die
Schwärzungen
in der orginal TV-Serie nicht enthalten waren, sondern erst
später
hinzugefügt wurden). Wenn alles nicht hilft, zeigen Otakus
eine erstaunliche Fantasie und
Kombinationsgabe darin, die Daten aus dem Anime selbst oder aus anderem
veröffentlichten Material herauszutüffteln.
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| Chonmage |
Der
einfache Haarknoten (Mage),
wie er zum Beispiel von den Rikishi
getragen
wird. Bis ins 18-te Jahrhundert war der
Chonmage der übliche Haarstil japanischer Männer. |
| cute |
Englisch
für hübsch, süß.
Siehe auch kawaii. |
| Cutie |
Gelegentlich
auch Cuty
oder Cutey.
Englisch, abgeleitet von cute.
Deutsch: Hübsche,
Süße. - Die
weiblichen Hauptfiguren in einem Anime sind in der Regel keine Beauties
(Schönheiten) sondern "nur" Cuties ("Das hübsche
Mädchen
von nebenan"). |
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D --- |
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| Danpatsu
shiki |
Die
Rücktritts-Zeremonie für
ausscheidende Rikishi.
Zentraler Bestandteil
der Zeremonie ist das Abschneiden
des Chonmage. |
| Deutschland |
| Die
Ehre der ersten in
Deutschland
im Fernsehen ausgestrahlten Anime-Serie gebührt (vermutlich) Speed
Racer (jp. Originaltitel Mach
go go go!, 1968; ARD, 1971).
Sie wurde nach drei (oder vier?) Episoden wieder abgesetzt. |
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| Danach
folgten
Anime-Serien, die so
treu-deutsch sind, dass man ihren japanischen Ursprung nicht erwartet
(ganz oben auf der Liste: Heidi;
jp. Orignaltitel Alps no
Shojo Haiji, 1974; deutsch Mädchen
Heidi aus den Alpen,
ZDF, 1977). |
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| Die
oft als erste
Anime-Serie im
deutschen Fernsehen bezeichnete Serie Captain
Future wurde erst
1980 ausgestrahlt. |
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| Richtig
in Schwung kam
die
Anime-Szene in Deutschland mit der Ausstrahlung von Sailor
Moon
(Sailormoon,
1992 ff), - wenn auch mit Anlaufschwierigkeiten. Die Serie wurde
1995/1996 im ZDF ausgestrahlt und ging im Rahmenprogramm unter. 1997
wagte RTL einen neuen Versuch
und
diesmal fand Sailor Moon
sein Publikum. - Das Ergebnis war,
dass
man sich vor Sailor-Moon-Artikeln
in Kaufhäusern und
Buchhandlungen kaum noch retten konnte. |
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| Disney |
US-amerikanischer
Multikonzern. Vor allem bekannt durch seine Zeichentrickfilme.
Für einen Anime-Fan ist Disney ein Schimpfwort, die Wurzel
allen
Übels, verdrängen die Disneys (als Synonym
für alle im
Westen produzierten Zeichentrickfilme)
doch die einzig wahren Zeichentrickfilme:
die Anime. Einem Otaku
mit einem Disney zu kommen
ist die beste Methode sich dicke Backen einzuhandeln.
Ernsthafter: Disneys sind in der Regel in der Produktion teurer
als
Anime, sie sind besser gezeichnet und besser synchronisiert. Und sie
sind in ihrem Bedürfnis, so massentauglich, so
familientauglich
und
so politisch korrekt wie möglich zu sein, langweilig. |
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E --- |
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| Ecchi |
Japanisch
für schlüpfrig,
unanständig oder auch
einfach nur Sex.
Von der Herkunft ist ecchi
die japanische Aussprache der
englischen
Aussprache des Buchstabens "H". - "H" wie in Hentai.
In Japan
selbst wird ecchi
ganz
allgemein gebraucht, im Westen steht der Begriff im
Zusammenhang
mit Anime
oder Manga für
eine
milde Form von Hentai,
die mehr auf erotische
Darstellungen (einschließlich harmloseren
Vergnügungen wie
Spannen, etc.) als auf Porno ausgelegt ist. |
| ED |
Abkürzung
für englisch Ending,
d.h. die Video- und/oder Audio-Sequenz, mit der ein Anime beendet wird.
Siehe auch OP. |
| Episoden |
US-amerikanische Zeichentrickserien
werden täglich im
vorschulischen Frühstücksprogramm ausgestrahlt. Die
Anzahl
der Episoden beträgt deshalb in der Regel ein Vielfaches von
5.
Japanische Anime hingegen werden wöchentlich für die
Dauer
eines Quartals (kuru)
ausgestrahlt. Die
Anzahl der Episoden beträgt
deshalb oft ein Vielfaches von 13. Da beides nicht so recht
zusammenpasst, werden in den US ausgestrahlte Anime oft
gekürzt.
US-amerikanische Zeichentrickserien
bestehen zudem in der Regel aus einzelnen, abgeschlossen Episoden,
sodass es meist nicht weiter stört, wenn eine Episode
ausgelassen
wird oder Episoden in der Reihenfolge vertauscht werden. Die Serien
haben keinen übergreifenden Handlungsgbogen und deshalb auch
kein
abschließendes Ende. Bei japanischen Anime steht die Anzahl
der
Episoden und der Sendezeitpunkt jeder einzelnen Episode oft von
vornherein fest. Das versetzt die Macher in die Lage, einen
übergreifenden Handlungsbogen zu schaffen und der Serie ein
richtiges Ende zu verpassen - wie zum Beispiel dem Tod der Haupt-Charas
(z. B. bei Cowboy
BeBop, 1998). |
| Eroanime |
Die
japanische Bezeichnung für Hentai. |
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F --- |
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Fan
service
Fan
shot |
Eine
Szene oder Kameraeinstellung im
Anime, in der ein
(weiblicher) Chara
mit mehr oder
weniger
plausiblen Gründen exponiert
auftritt (z. B. in einer
Duschszene). Siehe auch Panty
shot. |
| Fan
sub |
Nicht
alle Anime finden
ihren Weg aus Japan in den
Westen. Und wenn sie
doch einen westlichen Vertrieb finden sollten, dann oft erst mit Jahren
Verspätung. Die Fans behelfen sich in der Zwischenzeit mit
Fan-Subs. Das sind direkt vom japanischen Fernsehen oder von
VHS-Kassetten aufgenommene oder von japanischen DVDs gerippte Anime,
die
von engagierten Fans mit Untertiteln (Subs)
versehen
und danach im Internet zum Download zur Verfügung gestellt
werden
(vor den Internet-Zeiten gab es einen regen Austausch von
Video-Kassetten).
Die rechtliche Lage der Fan-Subs in Deutschland
ist unklar. Die Fans, die die
untertitelten Anime (ohne Gewinnabsicht) produzieren, und die Fans, die
sich diese herunterladen, agieren in einer rechtlichen Grauzone. Es
handelt sich einerseits zwar eindeutig um eine Verletzung des
internationalen Copyright,
andererseits wird niemand wirtschaftlich geschädigt, solange
die
Anime nicht im deutschen Handel angeboten werden. (Weshalb
der Ehrencodex der Fan-Subber verlangt, dass die Distribution
eines Fan-Subs eingestellt wird, sobald der Anime lizensiert wurde.)
Ich selbst bin die Diskussion über die rechtliche
Zulässigkeit von Anime-Fan-Subs mittlerweile leid. Ob Fan-Subs
in
Deutschland legal oder illegal sind, werden wir erst dann wirklich
wissen, wenn ein deutscher Fan-Subber oder deutscher Downloader von
einem deutschen Gericht verurteilt oder freigesprochen wurde. Bis dahin
bleibt es eine rechtliche Grauzone.
Mittlerweile liegen zwischen der Erstaustrahlung einer Anime-Episode im
japanischen Fernsehen und der Verfügbarkeit des Fan-Subs oft
nicht
mehr als ein, zwei Wochen. |
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H --- |
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| Haarfarben |
Eine
Sache, die jedem Neu-Anime-Seher
sofort auffällt, sind die ungewöhnlichen Haarfarben
der Charas.
Da laufen Charas
mit
lilanen, roten, blauen, grünen und sonstigen Haarfarben durch
die
Gegend - und niemand (im Anime) scheint sich zu wundern.
Zum einen werden die Haarfarben (wie die Frisuren) von den Zeichnern
dazu benutzt, die Charas unterscheidbar
zu
halten
(was angesichts des doch recht einfachen Zeichenstils von Anime auch
oft
notwendig ist). Zum anderen steht die Haarfarbe nicht selten
für
eine
Charakterisierung der Charas.
Da der normale
Japaner schwarzhaarig ist, verbinden sich mit schwarzen Haaren die
Attribute "normal, bodenständig, vertrauenswürdig",
eben
insgesamt "gut".
Alle anderen Haarfarben symbolisieren von vornherein ein gewisses
"Anders-Sein" des Charas.
- Blaue Haaare stehen
oft für "schüchtern", rote Haare für
"temperamentvoll",
blond für "naiv, rein", brünett für "treu",
lila
für
"mysteriös", rosa für "niedlich" usw. |
| Hanaji |
Japanisch
für Nasenbluten. |
| Hentai |
Japanisch
für abartig,
pervers/Perverser.
Im Westen ist Hentai
eine allgemeine Bezeichnung für die
dunkle Seite der Anime-Welt. Hentai ist der Sammelbegriff
für die Schmuddelbereiche des Genres, von denen einige (wie
die
berühmt-berüchtigten Tentakelfilme)
schlimmste und abartigste Pornographie sind.
Gemäßigtere Hentais (Eroanime)
können einen entsprechenden
Geschmack vorausgesetzt durchaus unterhalten, denn im Gegensatz zu den
westlichen Hardcore-Pornos mit realen Darstellern erzählen
Hentais
immer auch eine Geschichte.
Mittlerweile ist Anime als (harmloses) Unterhaltungsgenre auch in Deutschland
bekannter geworden. Davor waren
die
einzigen als Anime bekannten Filme die Hentais in den Ecken der
Videotheken - was vermutlich der Grund ist, weshalb einige automatisch
Anime mit Zeichentrickfilm-Porno
gleichsetzen.
Mehr auf Erotik als auf Porno ausgelegte Anime nennt man Ecchi. |
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I --- |
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| Idol |
Es
gibt in Japan
Agenturen, die nichts
anders machen als nach (meist) jungen Mädchen Ausschau zu
halten,
um diese zu Stars und zu Trendsettern aufzubauen. Sie werden dann
kurzfristig als Sänger, Schauspieler, usw. hochgepuscht,
berühmt, und verschwinden oft genauso schnell wieder in der
Versenkung. Aber für die Zeit, die der Ruhm dauert, kann sich
das
Idol sicher sein, bewundert zu werden.
Eine Methode, ein Idol zu werden, ist es, zufällig auf der
Straße entdeckt zu werden, eine andere ist es, an einem der
vielzähligen Talentwettbewerbe teilzunehmen, eine weitere ist
es, Seiyuu
zu werden. |
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J --- |
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| Japan |
Für
einen Anime-Fan das
Synonym für das
Schlaraffenland. |
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K --- |
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| Kanno,
Yoko |
Yoko
Kanno ist die ungekrönte
Königin des Anime-Soundtrack.
Von ihr
stammen die Soundtracks
zu Cowboy
BeBop
(1998), Macross
Plus (1994), Vision of
Escaflowne
(Tenkuu
no
Escaflowne,
1996), Escaflowne
the Movie
(2000) u.a. (Fast) alle diese Soundtracks
sind
(fast durchgehend) ein purer Hörgenuss. Die Variationsbreite
in
Yoko Kannos Schaffen ist enorm. Kein Bereich zwischen Jazz und Klassik,
den sie nicht kongenial abdeckt. (Nun ja - um der Wahrheit die Ehre zu
geben: Vieles hat man so oder so ähnlich schon mal
gehört,
nichtsdestoweniger sind ihre Alben sehr empfehlenswert.) |
| Kawaii |
Japanisch
für süß,
niedlich, hübsch. |
| Kawaii-Faktor |
Es
gibt Otakus,
die die Charas
oder auch den ganzen Anime spaßeshalber/ernsthaft nach ihrem
Kawaii-Faktor bewerten. Natürlich spielt bei dem Kawaii-Faktor
auch
das Aussehen (siehe Cutie)
oder der Sex-Appeal
des Charas
eine Rolle. Sie sind jedoch
nicht
identisch.
|
| Ketsuekigata |
Die
japanische Bezeichnung für die
Kunst, den Charakter eines Menschen nach seiner Blutgruppe
zu bestimmen. |
| Kulleraugen |
Obwohl Kulleraugen als typisch
für Anime
angesehen
werden, gibt es sie genauso bei den Disneys.
Es
bleibt deshalb ein Rätsel, weshalb sich bei einem Disney
keiner über die Kulleraugen aufregt, während sie von
Nicht-Anime-Fans bei einem Anime als negativ gewertet werden. Zumindest
habe ich noch nie gehört, dass zum Beispiel sich jemand
über
die Kulleraugen von Arielle,
der Meerjungfrau, beschwert hat.
(Wobei Arielle,
das muss hier mal erwähnt werden,
regelrecht obzön
durch das Meer schwimmt - fast-nackt wie
sie ist und nur notdürftig mit Muschelschalen bedeckt!) |
| -kun |
Japanischer
Namenssuffix in der Bedeutung
irgendwo zwischen -san
und -chan.
Wird hauptsächlich gegenüber Jungen und manchmal
ironisch bei
sich jungenhaft verhaltenden Mädchen benutzt. |
| Kuru |
Japanische
Bezeichnung für eine
TV-Saison: das sind 13 Wochen, d.h. 13 Episoden. |
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M --- |
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| Mage |
Der
japanische Haarknoten, wie er zum
Beispiel von einem Rikishi
getragen wird. -
Siehe Chonmage. |
| Magical
Girl |
Magical-Girl-Serien
bilden ein Sub-Genre
der Anime. Die Heldin eines Magical-Girl-Anime ist in der Regel ein
einfaches, normales Mädchen, das sich mit Hilfe einer Art
Magie in
eine Heldin mit besonderen Kräften verwandeln kann und das
für
Liebe, Gerechtigkeit usw. kämpft (vor allem für die
Liebe).
Dass das Konzept bei dem anvisierten Zielpublikum aufgeht, zeigt der
Erfolg von Serien wie Sailor
Moon (Sailormoon,
1992 ff), Wedding Peach
(1995 f) u.a. |
| Manga |
1.
In Japan
eine allgemeine Bezeichnung für
Comic.
2.
Im Westen eine Bezeichnung für einen aus Japan
stammenden Comic.
Mangas sind wie Anime eine Massenware, die quasi am Fließband
hergestellt wird. Der normale Zeichenstil von Mangas ist
rudimentär: Mangas sind meist in Schwarz-Weiß
gehalten,
Hintergründe werden nur angedeutet, Personen im Hintergrund
werden
nur wie "Schablonen" gezeichnet (z.B. ohne Gesichter) und auch die
handelnden Personen im Vordergrund sind nicht immer voll ausgestaltet.
Die Bedeutung der Bilder ergibt sich oft nur assoziativ aus
Überzeichnungen wie aufgerissenen Mündern und Augen
bei
Überraschung oder aus dem Nichts auftauchenden
Rosenblättern
bei einer romantischen Szene. Für westliche Leser sind Mangas
nicht
immer im ganzen Umfang verständlich, da die verwendeten
Szenarien
und Symbole (und ihre Assoziationen) sich oft auf Besonderheiten der
japanischen Kultur beziehen.
Der Begriff Manga in seinem heutigen Gebrauch als "Comic" geht
zurück auf die Zeichner politischer Karikaturen und (wenige
Bilder
umfassende Gag-)Cartoons gegen Anfang des 20. Jhdts., die sich selbst
als Manga-shi
(shi
bedeutet Meister, Lehrer)
bezeichneteten. Dabei bezogen diese sich mit "Manga" wiederum auf den
Künstler Hokusai (1760 bis 1849), der seine in
schwarz-weiß
gezeichnete Skizzen mit den Schriftzeichen für man
(spontan,
unzuverlässig) und ga
(Bild, Zeichnung) versehen hatte.
Hokusai wiederum stand mit seiner Arbeit in einer langen bis ins 12.
Jhdt. zurückreichenden Kunst der Bilderzählung, bei
der auf
bis zu 30 Meter langen Rollen ein Einzelbild (Panoramabild) gezeichnet
wurde. |
| Mecha |
Abkürzung
für
englisch Mechanic
oder Mechanical.
Allgemein eine
Bezeichnung für alle mechanischen Geräte. Oft als
Synonym
benutzt für Roboter, oder noch spezieller: als Synonym
für
von
Menschen pilotierte Roboter. |
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N --- |
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| Nasenbluten |
Wenn
ein Anime-Chara
beim Anblick des anderen/gleichen Geschlechts Nasenbluten (Hanaji)
bekommt, dann
ist das eine Andeutung dahingehend, dass der Chara
in diesem Moment schlüpfrige Gedanken hat. Das Nasenbluten
entspricht also in etwa einem sehr intensiven Erröten. (Meines
Wissens haben bei Asiaten die Blutgefäße in der Nase
dünnere Wände als die der Europäer. D.h.
wenn ein Asiate
stark errötet, kann er tatsächlich Nasenbluten
bekommen.) |
| Nekomimi |
Japanisch für Katzenohr. Auch
die übliche Bezeichnung für Catgirl.
Siehe dazu meine Nekomimi-Galerie. |
| Nya |
Japanisch
für Miau. |
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O --- |
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| OAV |
Abkürzung
für
englisch Original
Animated Video.
Siehe OVA. |
| OP |
Abkürzung
für englisch Opening,
d.h. die Video- und/oder Audio-Sequenz, mit der ein Anime
eröffnet
wird. Siehe auch ED.
- Es gibt Fans, die OPs und EDs
sammeln. |
| OST |
Abkürzung
für englisch Original Soundtrack.
Deutsch: Original Filmmusik. |
| Otaku |
1.
In Japan ganz
allgemein eine (herabsetzende) Bezeichnung für jemanden, der
außer seinem Hobby nichts mehr kennt.
2.
Im westlichen Fandom ein Ehrentitel für
einen
ausgesprochenen Anime-Fan und -Kenner. |
| OVA |
Abkürzung
für englisch Original Video Animation,
eine Bezeichnung
für
Anime, die für den Video-Markt bestimmt sind. Eine Methode,
Anime
zu kategorisieren, ist die (beabsichtigte)
Erstveröffentlichungsart.
Es werden unterschieden: TV-Serien, OVAs und Kinofilme. Diese
Einteilung
wird
in der Praxis nicht immer eingehalten. Zur Zeiten der Anime-Hausse
galt: Als TV-Serie gekennzeichnete Anime stehen in der zeichnerischen
Qualität am niedrigsten und Kinofilme am höchsten,
die OVAs
dazwischen.
Da OVAs für den Video-Markt produziert werden, müssen
die
Macher keine Rücksicht auf das TV- oder Kino-Publikum nehmen.
Die
Plots in OVAs sind deshalb oft gewagter oder auch
"erwachsener" (Hentais). |
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P --- |
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| Panty
shot |
Englisch
für "Höschen-schuss",
das ist in einem Anime eine Kameraeinstellung, in der die
Unterwäsche eines weiblichen Charas
gezeigt wird. Es gibt Anime, die von Fans nach ppm (Pantyshots per
minute)
beurteilt werden (z. B. Agent
AIKa, 1997, mit ca. 5 bis 7
ppm).
Siehe
auch Fan
service und Fan
shot. |
| Produktionskosten |
Die
Produktionskosten für eine
normale Anime-TV-Serie betragen pro Episode
ca. zwischen 10 und 13 Millionen Yen - das sind ca. 85.000 bis 111.000
US-$.
Eine über das ganze Jahr laufende Serie mit 52 Episoden
(z. B. Inuyasha,
2000) kostet demnach ca. 500 bis 700 Millionen
Yen
(4,3 bis 6 Millionen US-$).
Zum Vergleich: Eine Simpson-Episode
kostet zwischen 600.000 und
1 Million US-$ - wobei auch die US-Amerikaner zum Teil in Korea
zeichnen lassen.
Ein normaler Anime-Spielfilm kostet ca. 100 bis 300 Millionen Yen
(850.000
bis 2,56 Millionen US-$). Große Budgets
von über 2 Milliarden Yen (17 Millionen US-$) wie z. B. bei Ghost
in the Shell - Innocence (2004)
sind
selten.
Mit ca. 2,4 Milliarden Yen sind Mononoke
Hime (1997, deutscher
Titel: Prinzessin
Mononoke)
und Sen
to Chihiro no Kamikakushi (2001,
deutscher Titel: Chihiros
Reise ins Zauberland) die
bislang teuersten Anime, die in Japan produziert wurden.
Noch ein paar nicht ganz faire Vergleiche: Der bisher erfolgreichste
westliche Trickfilm überhaupt, Finding
Nemo (2003)
von Pixar Studios,
hat ca. 94 Millionen US-$ gekostet. Der bisher erfolgreichste Disney, Lion
King (1994,
deutscher Titel: Der
König der Löwen),
ca. 100
Millionen US-$. |
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R --- |
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| Rikishi |
"Mann
der Kraft", "Mann der Stärke":
Sumo-Ringer |
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S --- |
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| -san |
Japanischer
Namenssuffix mit
höflich-respektvoller Bedeutung. Entspricht in Verwendung mit
dem
Nachnamen im Deutschen in etwa den Anreden Herr,
Frau, Fräulein.
Bei freundschaftlich Nahestehenden und bei Familienangehörigen
wird -san auch als Suffix des Vornamens benutzt.
Wird der Suffix weggelassen, ist es entweder (bei Fremden) eine
Beleidigung, oder (bei Freunden) eine vertraulichere Anrede. |
| Seiyuu |
Japanisch
für Synchronsprecher.
Es gibt Listen, in denen von Otakus
penibel
aufgeführt wird, welche(r) Seiyuu in welchem Anime welchen Chara
gesprochen hat. Seiyuu nehmen als
Verkörperung "ihres" Anime-Charas
CDs auf,
gehen gar auf Tournee, werden auf Treffen von den Otakus
bejubelt und als Idole
verehrt. |
| Soundtrack |
Im
Westen versteht man unter einem
Soundtrack meist eine Zusammenstellung der herausragendsten Songs und
Instrumentalstücke, die im Film gespielt werden. Nicht so die
Japaner - man sollte sich nicht wundern, wenn man eine Soundtrack-CD in
den Händen hält, auf der nur, dafür aber alle, Hintergrundmusiken
(BGM)
enthalten sind. Die Songs werden
gegebenenfalls auf einer weiteren CD veröffentlicht.
Den Vogel abgeschossen hat vermutlich
Neon
Genesis Evangelion.
Zu
der Serie wurden nicht nur 6 Jahre nach der Ausstrahlung
noch
weitere Soundtracks veröffentlicht (2001: The
Birthday
of Rei
Ayanami), sondern es wurde ein
7-CD-Set (1998: S2 Works)
herausgebracht, auf dem auch all die Modifikationen
der
einzelnen
Stücke enthalten waren, die ausselektiert und nicht genommen
wurden.
Soundtracks werden bei moderneren Anime oft aus einem eigenen Budget
finanziert, was zur Folge hat, dass Anime-Soundtracks oft eine
(für westliches Verständnis) ungewohnt hohe
Qualität
haben. |
| Sub/subbed |
Abkürzung
für
englisch Subtitle/Subtitled.
Auf deutsch: Untertitel/untertitelt. |
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T --- |
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| Tentakelfilme |
Es
soll in Japan
Gesetze geben/gegeben haben, die es untersagen, in einem Film
Schamhaare
(der Frau) oder den Penis eines Mannes zu zeigen. Konsequenz: Die
Frauen
in einem Hentai
sind grundsätzlich haarlos
in
der Schamgegend und sie haben keinen Sex mit Männern, sondern
mit
Monstern mit penis-ähnlichen Tentakeln, die den weiblichen Charas
in alle möglichen
Körperöffnungen gesteckt werden.
Als Steigerung gibt es dann noch Tentakelfilme mit einem nicht
unerheblichen Splatter-Faktor. |
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Z --- |
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| Zeichentrickfilm |
Natürlich
sind Anime
Zeichentrickfilme. Wer es aber wagt, einen Anime so zu nennen, wird mit
Disney
nicht unter 2 Stunden bestraft.
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